Intensivpflege zu Hause: Darauf gilt es zu achten

4. September 2013 | Von | Kategorie: Seiten im Internet

Intensivpflege zu Hause 

Intensivpflege zuhause ist eine Alternative zum Pflegeheim und ermöglicht den Patienten so weit wie möglich selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden. Intensivpflege von Erwachsenen betrifft zum Beispiel Schädel-Hirn-Verletzungen, Lungenerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Lähmungen oder neurologische Erkrankungen. Bei der häuslichen Pflege steht der bedürftige Mensch im Mittelpunkt und seine persönlichen Vorstellungen, Möglichkeiten und Wünsche werden soweit es geht berücksichtigt. Daher wird nicht nur die medizinische Indikation, sondern auch das familiäre Umfeld zur häuslichen Pflege einbezogen. Die Pflege orientiert sich an der Lebensführung des Patienten. Dann ist es möglich, dass auch Schwerstkranke relativ selbstbestimmt leben können. 

Intensivpflege bei Kindern 

Häusliche Intensivpflege für Kinder ist sehr anspruchsvoll und eine Herzensangelegenheit. Eine kindliche Pflegebedürftigkeit kann infolge von Querschnittlähmungen, genetischen Erkrankungen, neurologischen Erkrankungen, Schädel-Hirn-Verletzungen oder nach einer Frühgeburt bestehen. Bei der häuslichen Pflege wird das Kind altersgerecht und individuell versorgt, sodass es seine Fähigkeiten nach eigenen Möglichkeiten entwickeln kann. 

Examinierte Kräfte stellen die Intensivversorgung sicher 

Die ambulante Pflege zuhause erfolgt ausschließlich durch examinierte Pflegekräfte, die den Kranken rund um die Uhr betreuen. Pflegekräfte stellen zum Beispiel auch die maschinelle invasive oder nicht-invasive Beatmung sicher (Heimbeatmung). Aus diesem Grunde ist für jeden Kranken ein individuelles Pflegeteam zuständig, das die Betreuung im Schichtsystem übernimmt. Das garantiert eine hochwertige Bezugspflege. Dabei wird immer auf eine möglichst hohe Privatsphäre geachtet. Ideal ist es, wenn die Pflege an die Räumlichkeiten und nicht die Räumlichkeiten an die Pflege angepasst werden. 

Finanzierung der Intensivpflege 

Medizinische Intensivpflege in den eigenen vier Wänden oder in einer betreuten Wohngemeinschaft ist heute für alle Intensivpflegebedürftigen finanzierbar, da der Gesetzgeber entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen hat. Besteht eine Intensivpflegesituation, gibt es einen Rechtsanspruch gegenüber der Krankenkasse auf Übernahme der Kosten für die ambulante Intensivpflege und die Beatmungspflege. Angehörige müssen sich einen adäquaten ambulanten Pflegedienst suchen, der mit den gesetzlichen Krankenkassen einen Versorgungsvertrag abgeschlossen hat.

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