Das barrierefreie Bad

2. Juni 2014 | Von | Kategorie: Seiten im Internet

Ein Bad, das für die Zukunft gewappnet ist – das wünschen sich Bauherren, Renovierer, Mieter und Vermieter. Das barrierefreie und zugleich komfortable Badezimmer ist für alle Generationen wichtig. Ob kindgerecht für Familien mit kleinen Kindern oder sicher und rollstuhltauglich für Senioren. Auch durch einen Unfall kann das Bad von heute auf morgen zur unüberwindlichen Herausforderung werden.

Bauliche Voraussetzungen der Dusche und bodengleicher Einbau

Duschen sind ein wesentlicher Bestandteil des barrierefreien Badezimmers. Es gibt aber bei der Planung des bodengleichen Duschplatzes einiges zu beachten: Es muss die Lage der Unter-Putz-Versorgungsleitungen geprüft werden, da dort nicht gebohrt werden kann. Auch die VDE-Vorschriften müssen eingehalten werden: Beispielsweise muss der Abstand zwischen der Dusche und Schaltern oder Steckdosen mindestens 60 cm betragen. Im Umfeld der Dusche befindliche Sanitärgegenstände wie WC, Waschtisch oder Heizkörper dürfen nicht mit den Türen der Dusche kollidieren. Deshalb sollte die Öffnung der Duschtüren sowie der Duschplatz insgesamt so großzügig wie möglich bemessen sein, damit man auch mit dem Rollstuhl genügend Bewegungsfreiheit hat. Eine Fläche von 120 cm x  120 cm (optimal für Rollstuhl 150 cm x 150 cm) ist sinnvoll.

Wie das in der Praxis aussehen kann und welche Türformen sowie Platzvariationen es gibt, kann man hier wunderbar einsehen. Es gibt auch Anbieter, die im Prinzip jede Maßkombination möglich machen, wie zum Beispiel Combia-Duschen. Für den bodengleichen Einbau muss dann geprüft werden, ob die notwendige Einbauhöhe im Boden sowie das nötige Gefälle des Abflussrohres gegeben sind. Die Duschanlage sollte so nah wie möglich am Abflussfallrohr positioniert sein, damit keine langen Gefällestrecken entstehen und der Siphon möglichst niedrig gesetzt werden kann.

Montage der bodengleichen Dusche 

Die bodengleiche Dusche kann auf verschiedene Arten realisiert werden. Wenn eine Duschwanne verwendet werden soll empfiehlt sich zum Beispiel eine Combia Flach-Duschwanne aus Mineral-Colorat. Die Wanne hat einen geringen Wannenrand – dadurch ist sie innen leicht vertieft und von außen trotzdem barrierefrei in den Boden einzulassen. Der hochwertige Verbundwerkstoff vereinigt die Vorteile einer Stahl-Email-Wanne und einer Acrylwanne: er ist zugleich stabil und hautsympathisch. Sinnvoll ist die Verwendung einer Wanne mit Anti-Rutsch-Beschichtung.

Bei der Montage direkt auf den Boden muss vor dem Verfliesen des Bodens ein Gefälle des verfliesten Duschbereichs zum Abfluss hin angelegt werden. Es entsteht ein großzügiger optischer Eindruck, wenn durchgängig die gleichen Fliesen wie im übrigen Badezimmer verlegt werden.

Eine moderne Lösung bietet die Montage der Duschkabine auf einem Dusch-Bodenelement, erhältlich beispielsweise bei www.skonto.net. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Ein Duschelement aus Mineralguss mit einer hochwertigen Sanitäroberfläche, die ohne Duschwannenrand ein eingeformtes, leichtes Gefälle zum Ablauf hat. Als Alternative dazu wählt man ein befliesbares Duschelement mit integriertem Gefälle. Im Trend liegen Duschboards mit integrierter Duschrinne: Die Ablaufrinnen-Abdeckung kann als Edelstahlgitter oder Fliesenmulde ausgeführt sein. Durch das Befliesen der Fliesenmulde mit dem gleichen Fliesenbelag wie auf dem Duschelement ergibt sich eine sehr attraktive Dusche. Die Fliesen im Duschbereich sollten eine raue Oberfläche haben und auch bei Nässe rutschfest sein. Diese Anforderungen erfüllen Fliesen mit der Rutschhemmungsklasse R10A oder R10B bzw. Fliesen mit der Bewertungsgruppe B für nassbelastete Barfußbereiche gemäß DIN 51097 (weitere Informationen hierzu z. B. beim Deutschen Fliesenverband)

Um den Bedienkomfort und die Sicherheit zu erhöhen kann die Dusche mit einer stabilen, umlaufenden Haltestange oder Haltegriffen ausgestattet werden. Optimal sind Brausestangen, die gleichzeitig die Funktion einer guten Haltestange aufweisen. Die Armatur sollte in Greifhöhe (85 cm) angebracht werden und auch von einem Duschsitz aus leicht zu bedienen sein. Ein ergonomisch geformter Einhebelmischer mit Thermostat für den Verbrühschutz und eine abnehmbare, vom Duschsitz aus leicht zu bedienende Handbrause sind bedienungsfreundlich. Das Verstellen der Handbrause sollte mit einer Hand möglich sein, damit man sich mit der anderen Hand festhalten kann. Die Seifenschalen und andere Ablagen sollten sich in Greifnähe befinden. 

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