Pflege zu Haus

4. Juni 2013 | Von | Kategorie: Pflege

Pflege zu Haus oder „Altenpflege in Eigenleistung“

In Deutschland bricht allmählich die Zeitphase an, in der die geburtenstarken Jahrgänge in das Alter kommen, in dem Pflege notwendig werden kann. Die Altenpflege wird somit für viele Haushalte zu einem entscheidenden Thema. Welche Form der Betreuung oder Pflege gewählt wird, ist dabei nicht allein eine Kostenfrage, sondern auch eine ethische Frage. Die Pflege zu Haus durch die vertrauten Menschen ist für viele erstrebenswerter als eine Altenpflege im Heim, wo die Pflegekräfte wegen der Überarbeitung leider nicht mehr eine wirkliche Betreuung, sondern eher eine effiziente Abfertigung vornehmen müssen. Mit der Pflege zu Haus kann die Betreuung individuell auf den Menschen in der Pflege angepasst werden, damit dieser auch im Alter noch würdevoll leben kann.

Rechtzeitig die Pflegeversicherung abschließen

Die Altenpflege ist teilweise mit einem beträchtlichen Kostenaufwand verbunden, da die Betreuung viele Arbeitsstunden verschlingen kann. Natürlich sind die Senioren zu einem gewissen Grad abgesichert. Diese Sicherungen werden jedoch nicht über festgesetzte Maximalbeträge hinaus zahlen, deshalb macht für die Pflege eine Pflegeversicherung durchaus einen Sinn. Natürlich muss eine Pflegeversicherung rechtzeitig abgeschlossen werden, damit im Ernstfall Leistungen bezogen werden können.

Ambulante Pflegedienste

Für die Pflege im Haus ist das Mitwirken von ambulanten Pflegediensten sehr wertvoll. Immerhin müssen die Angehörigen weiter ihrem täglichen Leben nachgehen, ihre sozialen Kontakte pflegen und beispielsweise im Beruf Geld verdienen. Für die Altenpflege gibt es für die Pflegebedürftigen sogenannte Pflegestufen. Je höher die Pflegebedürftigkeit ist, umso mehr Geld in Form von Sachleistungen oder Pflegegeld werden gezahlt. Das Gesundheitssystem zahlt dieses Geld für die Pflege auch, wenn die Betreuung zu Hause stattfindet. Ambulante Pflegedienste haben mit der Altenpflege bereits jetzt Hochkonjunktur weswegen Personal für eine Betreuung schwer zu finden ist. Deshalb werden mittlerweile auch viele osteuropäische Pflegekräfte angeworben, die bei den gezahlten Löhnen gerne die Betreuung und Pflege von Senioren übernehmen. Auch dieses Personal für die Pflege wird soweit geschult, dass es qualifiziert ist, um die Pflege zu Haus zu unterstützen.

Nachteile der Pflege zu Haus

Die Pflege zu Haus mag die Betreuung in einem Heim oft bis zum Lebensende überflüssig machen. Jedoch ist diese Altenpflege für die Angehörigen teilweise auch eine enorme Belastung. Für die Pflege des Pflegebedürftigen muss ein zusätzlicher Raum bereit stehen, der Kosten verursacht. Je nach Pflegestufe ist evtl. eine Betreuung rund um die Uhr notwendig, d.h., es muss immer jemand daheim sein. Die Pflege von einem gebrechlichen Menschen kann auch unangenehm und sehr belastend sein. Die Altenpflege in der eigenen Wohnung kann gerade in der letzten Lebensphase sehr anstrengend werden. Es handelt sich jedoch in der Regel um einen engen Verwandten, denen man eine liebevolle und humane Betreuung bieten möchte. Wer die Pflege zu Haus wahrnehmen kann, der sollte diese Möglichkeit zur Betreuung zu Hause im Sinne der Pflegebedürftigen nutzen.

Wir bedanken uns bei Robert Brungert für diesen Beitrag über das Thema Pflege zu Haus.

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