Grundausstattung der Hausapotheke – was im Arzneimittelschrank nicht fehlen sollte

23. September 2013 | Von | Kategorie: Medizin

Hat man eine ältere Person im Haushalt mitzuversorgen, gilt es in Puncto Medikamente einige Aspekte zu beachten. Senioren haben einen umfassenderen Bedarf an Medikation und kommen weitaus häufiger in die Situation, auf die Hausapotheke zurückgreifen zu müssen. Abhängig davon, ob der Betreffende noch aus eigener körperlicher Kraft laufen kann, sind zum Beispiel Verbandsmaterialien ein wichtiges Utensil. Doch auch gewöhnliche Arzneimittel und mechanische Utensilien gehören in jedes heimische Medizin-Schränkchen. 

Die vielleicht wichtigste Medikamentengruppe in einer Hausapotheke stellen Schmerzmittel dar. Analgetika vermögen die Zeit bis zu einem eventuellen Arztbesuch zu überbrücken und helfen älteren Patienten über Schmerzphasen hinweg (was Analgetika sind und was Sie bewirken erfahren Sie hier). Alle Apotheken offerieren Präparate, die sich auf die unterschiedlichsten Arten von Schmerzen spezialisiert haben. Tabletten für Gelenk- und Gliederschmerzen stehen dabei ebenso zum Verkauf, wie solche gegen Kopf-, Hals- oder Magenschmerzen. 

In Kombination eignen sich darüber hinaus Medikamente, die sowohl gegen Schmerzen als auch gegen Fieber wirken. Eine rasch steigende Körpertemperatur kann älteren Menschen sehr zu schaffen machen, da sie schneller Gefahr laufen auszutrocknen. Da Senioren ohnehin viele Medikamente zu sich nehmen müssen, sollte bei einem Analgetikum besonders auf die Verträglichkeit geachtet werden. Um die Gabe eines Schmerzmittels für alle Beteiligten zu erleichtern, darf auch auf ein Suppositorium, sprich ein Zäpfchen, zurückgegriffen werden. Im Notfall können Medikamente an allen Wochen- und Feiertagen und zu jeder beliebigen Uhrzeit in der diensthabenden Notfallapotheke besorgt werden. Welche in Ihrem Wohnort aktuell zuständig ist, können Sie online jederzeit hier beim Apothekennotdienst herausfinden. 

Viele pflegebedürftige Patienten verbringen den größten Teil des Tages in liegender Position. Dieser Umstand kann Probleme im Verdauungstrakt hervorrufen. Sodbrennen, Durchfall und Verstopfungen sind die Folge. Für all jene Krankheitsbilder existieren nicht-verschreibungspflichtige Medikamente, denen in der Hausapotheke unbedingt ein Platz eingeräumt werden sollte. Offene Körperstellen, aber auch kleinere Wunden, heilen im Alter zumeist nicht mehr allzu rasch ab. Wund- und Heilsalben stellen so einen wichtigen Teil im Medizinschrank dar. Damit keine Krankheitskeime eindringen können, lohnt die Anschaffung eines Wundsprays oder anderer Desinfektionsmittel. Um eventuellen Kratzwunden vorzubeugen oder um Pflegebedürftigen unschönen Juckreiz zu ersparen, braucht es ein Antihistaminikum. Kleine allergische Reaktionen und schmerzenden Insektenstichen darf damit begegnet werden. Ebenso altersentsprechend treten Herz-Kreislaufprobleme häufiger auf. Um einem Schwindelanfall beizukommen, gehören Kreislauf-Tropfen in jeden Medizinschrank. Stürzt der Patient im Zusammenhang eines Schwächezustandes, sind Gels gegen Prellungen und Verstauchungen sinnvoll.

Neben den Arzneimitteln kommen bei der Pflege älterer Menschen häufig Verbandsstoffe zum Einsatz. Sterile Kompressen verhindern die Entzündung von Wunden und Sprühpflaster haften auch an unzugänglichen Körperregionen. Darüber hinaus sollten sich elastische Mullbinden, wasserdichte Fixierverbände, Heftpflaster und Verbandwatte im medizinischen Notfallschrank befinden. 

Zur Übersicht hier noch einmal das Wichtigste für Ihre Hausapotheke:

– Schmerz- und Fiebermittel (Kopf-, Gelenk-, Magenschmerzen)

– Medikamente gegen Verdauungsbeschwerden

– Wund- und Heilsalben; Wunddesinfektion

– Antihistaminika (Tabletten, Salbe)

– Schmerzgels

– Kreislauftropfen

– Verbandsmaterialien

– Fieberthermometer, Schere, etc. 

Außerdem benötigt eine gut bestückte Hausapotheke einige mechanische Hilfsmittel. Dazu gehören Verbandscheren, Fieberthermometer oder Einmalhandschuhe. Auch Kühlkompressen sind bei der Pflege einer älteren Person unverzichtbar. Des Weiteren sollte regelmäßig die Haltbarkeit der Medikamente überprüft werden, da diese sonst Ihre Wirkung verlieren können.

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