Wie hoch ist der Zuschuss zur privaten Pflege-Tagegeld-Versicherung

31. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Fragen und Antworten

Eine Pflege-Tagegeld-Versicherung zahlt im Bedarfsfall einen festen, vorher vereinbarten Geldbetrag pro Tag der Bedürftigkeit. Man kann sich eine Pflege-Tagegeld-Versicherung wie eine Risikoversicherung vorstellen. Die Versicherung zahlt nur Geld bei einem Bedarfsfall. Tritt der Pflegefall nicht ein, erhält man folglich auch kein Geld. Das ist also so ähnlich wie bei einer Autoversicherung. 

Mit der Pflege-Tagegeld-Versicherung sorgt man finanziell für eine eventuelle Pflegebedürftigkeit vor. Im Falle einer Pflegebedürftigkeit zahlt die Versicherung den vorher vereinbarten Geldbetrag pro Monat (in der Regel wird die Leistung als Geldzahlung pro Tag ausgedrückt). Wenn man also beispielsweise eine Pflege-Tagegeld-Versicherung über 100,- € pro Tag abgeschlossen hat, erhält man im Pflegefall (bei einer 100%-Auszahlung) 1.800,- € pro Monat von der Versicherung. 

Da sich der Staat an den Kosten der Pflege-Tagegeld-Versicherung beteiligt, sollte man diesen Zuschuss zur Pflege-Tagegeld-Versicherung unbedingt in Anspruch nehmen. Der Zuschuss beträgt derzeit 60,- € pro Jahr für alle privat oder gesetzlich Versicherten. Den Zuschuss zur Pflege-Tagegeld-Versicherung beantragt man bei der eigenen Pflegekasse. Der Zuschuss wird direkt an den Versicherer überwiesen, so dass man sich um nichts mehr kümmern muss. 

Man muss übrigens keinen Streit mit der Versicherung über den Bedarfsfall befürchten. Es ist klar geregelt, dass die Pflege-Tagegeld-Versicherung dann zahlen muss, wenn die Bedingungen der gesetzlichen Pflegekassen erfüllt werden. D.h., wer eine Pflegestufe hat, bekommt auch das Geld von der privaten Versicherung.

Eine Pflege-Tagegeldversicherung wird gerne mit einer sog. Pflegekosten-Versicherung verwechselt. Allerdings gibt es zwischen diesen beiden Versicherungsarten erhebliche Unterschiede. Ein Vergleich kann hier nachgelesen werden.

 

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